Die Strickgabel

Mit der Strickgabel lassen sich lange vierkantige Bänder aus nahezu jedem Material und jeder Stärke weben. Besonders geeignet sind jedoch weiche, flexible Fäden, wie etwa Wolle oder Garn. Die Methode beruht auf einem Zwei-Maschen-System und kann als Vorläufer der bekannten „Strick-Liesel“ angesehen werden. Die so hergestellten Bänder können entweder direkt als solche, z.B. als Armbänder, Schnürsenkel, u.ä. Anwendung finden, oder miteinander verhäkelt zur Herstellung von Gürteln, Taschen, Mützen, etc. dienen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

                    

Material:

  • Eine Strickgabel: hier kann alles verwendet werden, was zwei Zinken hat, z.B. eine kleine Astgabel, modifizierte Kochutensilien oder sogar zwei Finger.

  • Einen langen Faden des gewünschten Materials, z.B. Wolle.

Und so geht's:

 

Zu Beginn wird der Faden wie eine acht um die Gabelzinken gewickelt. Beide Fadenenden unbedingt dabei festhalten. Der Einfachheit halber kann das untere Ende auch leicht um den Hals der Strickgabel gebunden werden.

 

 

 

 

Nun wird die rechte untere Schlaufe über die darüberliegende und den gesamten Zinken gehoben, so dass sie sich in der Mitte der Gabel befindet. Den entstandenen Knoten leicht festziehen.

 

 

 

Nun die Gabel um 180° gegen den Uhrzeigesinn drehen und wieder die untere Schlinge über die obere und den gesamten Zinken ziehen. Den resultierenden Knoten in der Mitte durch leichtes ziehen der beiden Fadenenden in Form bringen.

Diese Prozedur wird so oft wiederholt, bis das Band die gewünschte Länge hat.

 

 

 

Ist das Band fertig, werden die Schlaufen von der Gabel abgenommen und der Faden abgeschnitten. Damit sich das Band nicht wieder auflöst, einfach den oberen Faden durch beide Schlingen führen und das ganze festziehen.

 

 

 

 

Tipps:

  • Je dicker der verwendete Faden ist, desto breiter wird auch die resultierende Schnur. Diese kann jedoch auch durch unterschiedlich starke Kompression während des Webens beeinflusst werden.

  • Durch die Verwendung zweier Fäden unterschiedlicher Farbe können individuelle Muster erzeugt werden. Ebenso ist es möglich Perlen zu verweben, diese müssen allerdings vorher auf den Faden gefädelt werden.

  • Soll das Ergebnis besonders dicht und reißfest werden, bietet sich die Verwendung von Filzwolle an. Aber Achtung, nach dem Waschen sind nur noch ca. 2/3 der Gesamtgröße übrig.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

 

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